Schon als Kind habe ich Pferde geliebt. Wir hatten einen schönen, großen Bildband mit Fotos von allen möglichen Rassen, auch von den kleinen Shetlandponys. Ich habe mir immer gewünscht, reiten zu können. Auf dem Oktoberfest sind wir auf meinen dringenden Wunsch zu den Pferden gegangen und ich durfte ein paar Runden im Kreis reiten. Mit 10 oder 12 Jahren habe ich stundenlang Pferde gezeichnet. Das war nicht einfach, weil es mit den Beinen oft das Problem mit den Proportionen gab. Sie durften nicht zu lang sein und auch nicht zu kurz und die Stellung der Beine sollte natürlich aussehen. Damals habe ich mir gedacht: “Wenn ich groß bin, möchte ich selber mal ein Pferd haben.“ Daraus ist leider nichts geworden, weil das auch ziemlich teuer ist. Aber immer, wenn ich Pferde sehe, freue ich mich.
Doris aus dem Frauencomputerclub
Geritten bin ich noch nie. Ich glaube, mir ist das Pferd zu hoch und ich muss zugeben, dass ich ein wenig Angst habe. Durch meinen Beruf habe ich gesehen, dass das Reiten auch nicht so ungefährlich ist, wie manche meinen. Als Krankengymnastin hatte ich schon manche Reitunfälle nachzubehandeln, das heißt, nach Knochenbrüchen oder Wirbelsäulenverletzungen mussten die Kinder bei mir turnen und Gymnastik machen, damit sie wieder fit wurden. Auf der anderen Seite kann aber auch das Pferd ein Therapeut sein und dem Kind helfen. Dazu braucht es aber ein ganz, ganz braves und gezähmtes Pferd und einen Erwachsenen, der das Pferd führt. Es werden zum Beispiel Kinder mit spastischen Erkrankungen (Die Muskeln sind dabei so verkrampft, dass sie nicht laufen können.) auf das Pferd gesetzt und durch die breitbeinige Sitzhaltung und das regelmäßige auf und ab beim Traben lockert und entkrampfen sich die Muskeln. Die Kinder fühlen sich wohl und können hinterher die Beine besser bewegen.
Marina aus dem Frauencomputerclub